Gloa Reib, Kahlersberg, Jenner

Der Wettergott meinte es mal wieder gut und da ich am Donnerstag frei hatte und er Traumwetter versprach war es mal wieder Zeit für eine etwas längere Tour! Durch den Neuschnee der letzten Tage gab es dann bestimmt noch den ein oder anderen Schwung im Pulver. War nur noch die Frage wie der Wind und die Sonne am Mittwoch gearbeitet haben.

So viel die Wahl auf die Gloane Reibn und den Kahlersberg mit anschließend wieder Aufstieg zum Jenner, da ich Kahlersberg mit den Skiern noch nicht war passte das ganz gut und das Fensterl als abfahrt soll ja auch gut sein.

So ging es dann um 04 früh vom Parkplatz am Königssee los über die Piste zum Jenner Sattel hinauf um bei Sonnenaufgang am Schneibstein zu sein. Es war ziemlich windig in der Früh aber zum Gehen ging es gut, und so kam ich zügig voran. Auch wenn es mal wieder ziemlich mühsam war wie so oft in letzter Zeit, wieso auch immer.

Ich lag gut in der Zeit ab dem Jenner Sattel und zur Querung zum Stahlhaus wurde es auch langsam hell und es lies vermuten dass es wirklich ein sehr schöner Tag werden würde! Nach einigen Spitzkehren und Querungen (Aufstieg ging mehr als gut erlebte den Schneiber scho weitaus schlimmer) am Schneibstein stand ich dann auch pünktlich zum Sonnenaufgang und fast windstill am Gipfel vom Schneibstein und konnte das herrliche Panorama genießen.

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Da ich heute etwas gemütlicher unterwegs war und ich eigentlich am Gipfel schön Jausen bzw. Frühstücken wollte musste ich doch schmerzhaft feststellen dass ich eigentlich alles was ich mitnehmen wollte daheim vergessen hatte. Naja Shit Happens so wurde es halt nur a bisl a Wasser und ein Marzipan Riegel reicht ja auch…

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Nach ein paar Fotos und einer kleinen Rast ging es dann weiter zum Windschartenkopf hier muss ma bisl die Augen aufhalten ein paar Steine sind bisl eingeschneit aber wenn man langsam und behutsam fährt sieht man sie doch alle recht gut so.

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Am Windschartenkopf wieder die Felle aufgezogen und so ging es wieder in ein paar Spitzkehren hinauf bei dem etwas kürzeren Anstieg zum Windschartenkopf. Wieder ein paar Fotos gemacht und kurze Abfahrt ohne Felle in die Senke vorm Schlumkopf wo der nächste Anstieg wartete. Von hier oben ging es über den Kam entlang hinunter auf das endlose und Hügelige Plateau Richtung Kahlersberg.

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Hier war die Sonne schon bereits extrem Stark, aber nichts desto trotz ging es weiter zum Kahlersberg. Keine Frische spur und wohl (eine von gestern Mittwoch) so musste von hier bis zur Rampe die teilweise nicht vorhandene und verwehte spur wieder angelegt werden. Spurkommando Attacke. Diese endlose Weite und Dimension bis zum Kahlersberg alleine schon ist immer wieder faszinierend und man stellt dann immer wieder fest wie klein man ist.

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So ging es dann in stetigem auf und ab und auf und ab und rechts und links bis eigentlich zwischen Bärenkopf und Vorderer Kragenkopf, in der Hoffnung dass der Kahlersberg gespurt wäre. Nein war er nicht und die Spur führte weiter Richtung Eisgraben bzw. die sind wohl die Große Reibn gegangen. So musste ich die komplette Rampe vom Kahlersberg hinauf spuren bei dem Schnee ned wirklich Lustig. Nächstes mal quere ich sicher weiter vorne schon hinein hab da letztes Jahr schon eine kürzere Aufstiegsspur gesehen.

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So stapfte ich dann immer etwas in Kam nähe entlang die Rampe hinauf zum Kahlersberg. Erstaunlich da ich von dieser Seite bisher noch nicht hochkam was für ein Gelände das war. Extrem tiefe und große Mulden. Und immer auf der Suche nach dem Fensterl ging es weiter hinauf die Rampe im Zick Zack und Kreuz und Quer einfach den für mich einfachsten Weg gespurt.

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So war ich dann auch relativ schnell an der Rampe unterwegs und konnte schon das Gipfelkreuz am überwechteten Kam sehen. Obacht in Kam Nähe der ist wirklich brutal überwechtet.

Am Gipfel dann erst mal mein Zeug zum Trocknen aufgehängt, und so hatte ich ein herrliches Panorama bei recht warmen Temperaturen mit leichter Briese. Also es ließ sich auf jeden fall gut aushalten hier oben. So verspeiste ich meinen letzten Riegel machte ein paar Fotos/Sinnierte und machte mich dann langsam wieder an die Abfahrt in Richtung Fensterl.

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Hier oben ist etwas Obacht auf die Steine geboten da es oben schon teilweise sehr abgeblasen ist. Aber wenn man die Augen offen hält und langsam fahrt auch dies alles kein Problem. So querte ich dann die Mulde beim Fensterl herum und ging von vorne her runter ins Fensterl. Bin ohne Ski hinein gestiegen um erst mal zu schauen obs geht vom Schnee, aber sah sehr gut aus.

As Fensterl ging dann an sich auch gut zu fahren Pulver bisl Harsch so wie es halt ist gehört ja alles gefahren. Auf jeden fall a schene und lohnende Abfahrt vom Kahlersberg. Es is auf jeden fall nicht so Steil wie es aussieht, aber dennoch sollten hier die Verhältnisse passen wenn was rutscht geht die ganze Rinne ab.

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Hernach ging es dann wieder zurück zum Schlumkopf bzw. zwischen Schlumkopf und Hochseeleinkopf querte ich in den Hang vom Windschartenkopf hinein wo man normal abfährt wenn man zum Fagstein geht. Da der Fagstein nicht gespurt war und ich schon langsam bisl müde Füße hatte fuhr ich dann zwischen Reinersberg und Rothspielscheibe ab, und stieg von dort aus wieder zum Jenner zur Bergstation für a Gulaschsuppe auf.

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So war das doch auch eine ganz schön Ordentliche und lange Runde mit fast 3000 Höhenmeter und 31 Kilometer Strecke.

Gloa Reib Kahlersberg

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