Höher Göll mit Hohem Brett

Der Herbst steht unmittelbar bevor alle Anzeichen deuten schon wieder unweigerlich darauf hin, und so beginnt endlich die richtige und schöne Bergsteiger Zeit! Der Herbst bringt nicht nur absolut schöne und klare Weitsicht, sondern hoffentlich auch wieder stabiles Wetter für schöne lange Touren. Und von den langen oder bzw längeren Touren gibt es ja in den Berchtesgadener Alpen einige, so ist bestimmt für jeden Bergsteiger in verschiedensten Schwierigkeiten was dabei.

So bietet sich zum Beispiel die Runde mit dem Hohen Göll im Aufstieg über das Alpetal an, und hernach der weiter weg über den Verbindungsgrat oder Kam zum Hohen Brett und den Abstieg über den Mitterkasergraben an.

Natürlich gäbe es hier auch wieder weitere Varianten die man machen könnte wie zum Beispiel der Abstieg vom Hohen Brett über die Brettgabel, aber beschränken wir uns mal auf diese Variante.

Vom Parkplatz in Hinterbrand geht es um kurz vor sieben los in Richtung Alpetalsteig, der Parkplatz bereits um diese Zeit wieder bis zum Bersten gefüllt! (Parkticket pro Tag 4€) Mit noch leichten Füßen geht es hinauf über das kurze seilversicherte Stück und weiter übers Wandl ins Alpetal. Über mühsamen Geröll steigen wir immer weiter und weiter hinauf. Das erste Stück im Geröll nach dem Wandl ist immer wieder zum zähne Knirschen :-). Aber was solls muss man sowieso durch!

So geht es weiter über alte zugewachsene Karstspalten, Felsplatten, Steine, Latschen, Kies und Wurzeln hinauf zu den Umgängen. Immer wieder faszinierend diese großen und tiefen Löcher dort oben. Hier geht’s den Markierungen folgend hinüber und ein kleines Stück hinunter in Richtung Pflughörndl auch immer wieder ein markanter Fels Riegel. Von hier aus hat man auch bereits einen schönen Blick auf das Kehlsteinhaus.

Nach den Umgängen folgt wieder ein längeres stück das sich auch immer wieder etwas mühsam anfühlt. Über bizarre ausgewaschene Felsspalten, Steinbrocken, Felsen geht es im stetigen auf und ab hinauf bis zur Göllscharte bzw unterhalb des Großen Archenkopfes. Von hier aus hinauf über den Sandigen und schuttigen rücken zum Kuchlerkreuz und in einem kurzen weiteren Stück hinauf zum Hohen Göll. Somit wäre das erste Tagesziel erreicht. Anfangs noch etwas wolkenziehen am Gipfel lichteten sie sich dann doch allmählich und man konnte wie immer ein herrliches Panorama auf die Berchtesgadener Alpen genießen!

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Nach einer kurzen Pause ging es wieder hinunter Richtung Großen Archenkopf bzw Göllscharte. Von hier aus folgen wir wieder den Weg hinüber in Richtung Stahlhaus/Hohes Brett. Nun geht es über einen Kamm bzw Verbindungsgrat hinüber zum Hohen Brett. Kurze versicherte seil stellen findet man auch vor. Immer wieder genießt man herrliche blicke hinab ins Blunautal oder auf der anderen Seite das große Karst Gelände zwischen Göll und Brett.

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Auch hier geht es in kleinem und kurzem Wechsel immer Auf und Ab bis man dann das Hohe Brett erreicht hat. Man sollte diesen Verbindungsgrat nicht unterschätzen dieser zieht sich schon ganz schön (also genug zu trinken mitnehmen).

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Nach dem wir am Hohen Brett angekommen sind geht es nach einer kurzen Pause direkt weiter mit dem Abstieg in Richtung Jägerkreuz und weiter hinab den weg folgend Richtung Stahlhaus. Im oberenteil folgen wir den nicht markierten weg hinunter in den Mitterkasergraben der bis zum Mitterkaser führt. Am Mitterkaser bietet sich dann natürlich ein schönes Abschluss Bier an!

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Vom Mitterkaser einfach hinab nach Hinterbrand dem Weg folgen über die Skipiste am rechten Rand.

Eine wirklich schöne und längere Tour die man nicht unterschätzen sollte! Dennoch weißt die Tour keine großartigen Alpinen Schwierigkeiten vor. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit für den Kam zum Hohen Brett rüber sind hier ein Muss.

Kurze Fakten:
1651 HM im Aufstieg
16,20 km Distanz
2522 m Höchster Punkt
6-12 Std Zeitbedarf je nach Tempo

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