Hocheisspitze

Die Skitour auf die Hocheisspitze führt auf den zweit Höchsten Gipfel des Hochkaltergebirge. Dennoch stellt sie spät in der Saison eine sehr lohnende Tour dar die Landschaftlich, Anspruchsvoll, und bei guten bedingen enormen Spaß mit sich bringt. Die Skitour auf die Hocheisspitze fordert schon den kompetenteren Skibergsteiger und ist eher nicht als Genuss Skitour zu sehen. Diese Tour fordert aber absolut sichere Verhältnisse denn die Lawinengefahr und Steilheit im oberenteil des Geländes ist hier in diesem Kar absolut nicht zu unterschätzen es gab bereits mehrere Lawinentote. Zumal der Gipfelanstieg bei schlechten Bedingungen ziemlich schwierig werden kann und man teilweise Steigeisen braucht vor allem wenn es oben am Kam hart und gefroren ist.

Ausgangspunkt für die Skitour auf die Hocheisspitze ist der Parkplatz vorm Hirschbichlpass zum Abzweiger Kallbrunalmen bzw. der Parkplatz wo man die Skitour zum Seehorn startet. Bis zu diesem Parkplatz ist es erlaubt mit dem Auto zu fahren (Achtung Schneekettenpflicht Steigung bis zu 15% und mehr, Straße ist auch nicht wirklich geräumt im Winter oder Frühjahr).

Vom Parkplatz folgend der Straße bis zum Hirschbichlpass und weiter zum Gasthaus Hirschbichl, nach der Schranke den Sommerweg hinauf in Richtung Mittereisalm. Hier links folgend den Sommerweg hinauf bis zur Hocheisdiensthütte (Achtung der Weg gerade aus führt zum Vorderberghörndl) an dieser in einer rechts Schleife vorbei in den Wald hinein und weiter folgend den Sommerweg hinauf ins Hintereiskar.

Erst etwas durch dichteren Wald, dieser jedoch lichtet sich nach einigen Minuten und geht über in Latschengelände. Hier geht es Landschaftlich grandios eingebettet zwischen den Felswänden des Kammerlinghorns und des Hocheishörnl in kupiertem Gelände hinauf. Im Sommer sieht man hier wahre Geröllfelder und Urtümlich große Felsbrocken die im Winter Großteiles zugeweht sind.

Weiter geht es hinauf bis man eine Felsdurchsetzte stufe in mitten des Kares sieht an dieser zieht sich links eine markante steile Rinne hinauf dieser in einigen Spitzkehren folgend und man überwindet diesen Felsabsatz. Im Oberen Teil wird es nochmal etwas steiler und man Quert in einigen Spitzkehren rechts hinauf zum Ski Depot an der Markanten Scharte rechts vom Gipfel.

Dieser Hang ist auch mit Vorsicht zu genießen er weist eine Steilheit von knapp 40% auf und ist immer mit Triebschnee beladen. Die Gefahr sollte hier wirklich nicht unterschätzt werden hier oben gab es die meisten Lawinenauslösungen und man wird dann bis unterhalb des Wandfußes mitgerissen.

Vom Ski Depot geht es zu Fuß die letzten 50 Hm in luftiger aber nicht allzu schwerer Kletterei zum Gipfel, bei schlechten Bedingungen Steigeisen von Vorteil.

Abfahrt durchs Gelände frei wählbar durchs Hintereis hinunter bis zur Mitereisalm und weiter bis zum Ausgangspunkt.

Dazu ein alter Bericht:

„Am 27.12.2002 gegen 12 Uhr wurden zwei Tourengeher trotz geringer Schneelage und Gefahrenstufe 1 von einer Lawine erfasst und getötet. Der rote Kreis markiert den Standort der Tourengeher zum Zeitpunkt der Lawinenauslösung, die beiden Kreuze die Auffinde punkte (Entfernung 700 Meter). Die Anriss Mächtigkeit schwankte zwischen 20 und 30 cm, örtlich betrug sie bis zu 70 cm. Dort, wo die Lawine von den Tourengehern ausgelöst wurde, betrug die Mächtigkeit des abgleitenden Schneebretts ca. 30 cm.“

Der komplette Bericht dazu: Lawinenwarndienst Bayern

Eine kleine Anmerkung noch es gibt noch eine Aufstiegs Variante von der Mitereisalm gerade hinauf und unter den Wänden entlang der Sommerweg ist nicht immer gespurt. Sowie auch hier die meisten runterfahren. Auf keinen Fall in der Mitte wo runter fahren ziemlich ungemütliches Gelände.

Und um nochmals wegen der Lawinenlage bitte diese Tour nicht unterschätzen!

Aber bei guten und sicheren Bedingungen ist es eine wirklich schöne und fordernde Tour!

Kurze Fakten:

1600 HM im Aufstieg
11,71 km Distanz
2524 m Höchster Punkt
3-6 Std Zeitbedarf je nach Tempo

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